Definition & Einordnung
Engineering, Procurement & Construction (EPC) bezeichnet ein schlüsselfertiges Vertrags- und Liefermodell, bei dem ein Anbieter die vollständige Verantwortung für Planung, Beschaffung und Bau einer Anlage übernimmt. Der Auftraggeber erhält eine funktionsfähige Gesamtanlage aus einer Hand – in der Regel zu einem vertraglich fixierten Festpreis.
Leistungsumfang im EPC-Modell
Im EPC-Modell umfasst Engineering die technische Planung, Systemauslegung und Projektierung, Procurement die Beschaffung aller Komponenten und Dienstleistungen sowie Construction die bauliche Umsetzung, Installation und Inbetriebnahme. Bei Batteriespeicherprojekten beinhaltet EPC typischerweise die Standortanalyse, Genehmigungskoordination, Auswahl und Lieferung der Speicher-, Wechselrichter- und Steuerungskomponenten, Montage, Netzanschluss sowie die Übergabe einer betriebsbereiten Anlage. Häufig sind auch Schulung, Dokumentation und Wartungsleistungen Bestandteil des Angebots.
Vorteile für Kunden und Projektabwicklung
Der größte Vorteil des EPC-Modells liegt in der Reduktion von Schnittstellen und Projektrisiken. Der Kunde hat einen zentralen Ansprechpartner und muss keine einzelnen Gewerke koordinieren. Termin-, Kosten- und Leistungsrisiken werden weitgehend auf den EPC-Anbieter übertragen. Für komplexe Projekte wie Batteriespeicher, Hybridkraftwerke oder Microgrids bietet EPC damit eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit und ermöglicht eine effiziente, strukturierte Projektumsetzung.