+49 (0) 911 148999-07

info@wattmeister.de

Atypische Netznutzung

Definition & Einordnung

Atypische Netznutzung liegt vor, wenn ein Betrieb seine höchsten Lastspitzen außerhalb der definierten Hochlastzeiten des Stromnetzes verursacht. In diesem Fall wird das Netz nicht zu kritischen Zeiten belastet, sondern vielmehr entlastet. Netzbetreiber können für eine solche Netznutzung reduzierte Netzentgelte gewähren.

Regulatorischer Hintergrund und wirtschaftlicher Effekt

Die Hochlastzeiten werden vom jeweiligen Netzbetreiber netzgebietsspezifisch festgelegt und beziehen sich auf Zeiträume mit besonders hoher Netzauslastung. Kann ein Betrieb nachweisen, dass seine Jahreshöchstlast außerhalb dieser Zeitfenster liegt, sind Rabatte von bis zu 80 % auf den Leistungspreis möglich. Atypische Netznutzung ist damit ein äußerst wirkungsvolles Instrument zur Senkung der Netzentgelte, insbesondere für energieintensive Gewerbe- und Industriekunden.

Rolle von Batteriespeichern und praktische Umsetzung

Batteriespeicher ermöglichen es, Lastspitzen gezielt zu steuern und zeitlich zu verlagern. Durch intelligentes Lastmanagement und Peak-Shaving kann der Leistungsbezug während der Hochlastzeiten reduziert oder vollständig vermieden werden. So lassen sich die Voraussetzungen für eine atypische Netznutzung aktiv herstellen und dauerhaft einhalten. In Kombination mit einem Energiemanagementsystem wird die Netznutzung planbar optimiert und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs deutlich gesteigert.

Sie haben Fragen zu einem Fachbegriff oder planen ein konkretes Projekt?

Die Welt der Energiespeicher entwickelt sich rasant. Unsere Experten helfen Ihnen dabei, die passende Lösung für Ihre Anforderungen zu finden – von der ersten Auslegung bis zur wirtschaftlichen Optimierung.