Definition & Einordnung
Die Eigenstromquote gibt an, welcher Anteil des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht wird. Sie ist inhaltlich identisch mit dem Begriff Eigenverbrauchsanteil und wird häufig synonym verwendet. Die Eigenstromquote ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-, BHKW- und Hybridanlagen.
Berechnung und Abgrenzung
Die Eigenstromquote berechnet sich aus dem Verhältnis von selbst genutztem Strom zur gesamten Stromerzeugung. Beispiel: Eine PV-Anlage erzeugt 10.000 kWh pro Jahr, davon werden 6.000 kWh selbst verbraucht – die Eigenstromquote beträgt somit 60 %. Wichtig ist die Abgrenzung zum Autarkiegrad: Dieser beschreibt, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch Eigenerzeugung gedeckt wird, während die Eigenstromquote ausschließlich die Nutzung der erzeugten Energie betrachtet.
Bedeutung für Wirtschaftlichkeit und Speicher
Eine hohe Eigenstromquote verbessert die Wirtschaftlichkeit erheblich, da selbst genutzter Strom teuren Netzbezug ersetzt, während eingespeister Strom meist nur geringe Vergütungen erzielt. Batteriespeicher spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie ermöglichen die zeitliche Verschiebung von Erzeugung und Verbrauch und erhöhen die Eigenstromquote typischerweise auf 70 bis 80 % oder mehr. Je höher die Eigenstromquote, desto geringer ist die Abhängigkeit von Einspeisevergütungen und Strompreisschwankungen.