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Vollbenutzungsstunden

Definition & Einordnung

Vollbenutzungsstunden (VBH) geben an, wie viele Stunden eine Energieanlage theoretisch mit Nennleistung laufen müsste, um ihre im Jahr erzeugte Energiemenge zu produzieren. Sie sind eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Anlagenauslastung und werden häufig für Wirtschaftlichkeits- und Vergleichsrechnungen genutzt.

Berechnung und typische Werte

Die Berechnung der Vollbenutzungsstunden erfolgt nach der Formel: Jahresarbeit (kWh) ÷ Nennleistung (kW) = Vollbenutzungsstunden. Eine Photovoltaikanlage erreicht in Deutschland typischerweise etwa 900 bis 1.100 VBH, abhängig von Standort und Ausrichtung. Biogas-Blockheizkraftwerke im klassischen Grundlastbetrieb kommen hingegen auf über 8.000 VBH, da sie nahezu durchgehend betrieben werden können.

Bedeutung bei Flexibilisierung und Marktintegration

Bei der Umstellung von Grundlast- auf flexiblen, marktpreisorientierten Betrieb – etwa bei Biogasanlagen – sinken die Vollbenutzungsstunden bewusst. Die Anlage läuft weniger Stunden, speist dafür aber gezielt zu Hochpreiszeiten ein. Dadurch können die Erlöse pro Kilowattstunde deutlich steigen, obwohl die Jahreslaufzeit sinkt. Batteriespeicher unterstützen diesen Ansatz, indem sie Strom puffern und eine flexible Einspeisung ermöglichen, ohne hohe VBH erzwingen zu müssen.

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