Definition & Einordnung
Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Bestandteil der Netzentgelte und wird in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) berechnet. Er fällt für jede tatsächlich bezogene Kilowattstunde Strom an und deckt die variablen Kosten des Netzbetreibers für Betrieb, Instandhaltung und Nutzung des Stromnetzes.
Höhe und Bedeutung im Stromkostenmix
Die Höhe des Arbeitspreises variiert je nach Netzgebiet und Netzbetreiber und liegt typischerweise im Bereich von etwa 3 bis 8 ct/kWh. Für Haushalte und kleinere Verbraucher stellt der Arbeitspreis einen wesentlichen Kostenbestandteil dar. Bei Gewerbe- und Industriekunden mit hohem Stromverbrauch verschiebt sich die Kostenstruktur jedoch häufig, da zusätzliche Entgeltkomponenten an Bedeutung gewinnen.
Abgrenzung zum Leistungspreis und Rolle von Speichern
Neben dem Arbeitspreis spielt insbesondere der Leistungspreis eine zentrale Rolle. Dieser wird in Euro pro Kilowatt (€/kW) berechnet und richtet sich nach der höchsten im Abrechnungszeitraum auftretenden Lastspitze. Während der Arbeitspreis durch reinen Verbrauchsverzicht sinkt, lässt sich der Leistungspreis gezielt durch Peak-Shaving reduzieren. Batteriespeicher wirken daher primär auf den Leistungspreis, während sie den Arbeitspreis nur indirekt beeinflussen – etwa durch erhöhten Eigenverbrauch oder zeitliche Verbrauchsverlagerung.