Wie plane und konfiguriere ich mein Balkonkraftwerk?

Wir wollen Dir hier eine kleine Hilfestellung zu den wichtigsten Punkten geben, wenn Du Deine Balkon-Solaranlage zusammenstellen möchtest.

1. Ausrichtung & Platz

Die sicherlich wichtigste Überlegung am Anfang ist, wie und wo Du Deine Balkon-Solaranlage anbringen möchtest. Dazu solltest Du vorher ein paar Fragen beantworten:

Du solltest im Zweifel ausmessen, wie viel Platz Du an Deinem Balkon oder auf der Terrasse zur Verfügung hast. Ein einzelnes Modul ist 90 cm breit und je nach Aufbau bis zu 110 cm hoch. Du kannst ein Wattmeister Kraftwerk auf Untergrund stellen, an ein Geländer hängen, festschrauben oder sogar über dicke Mauern hängen. Die erforderlichen Montage-Teile sind beigelegt. Somit bist Du bei der Wahl des Ortes nicht eingeschränkt.

Achte, dass Deine Mini-PV nicht später im Weg ist, z. B. nicht vor einer Tür steht oder an dem Ort aufgebaut wird, wo sonst immer das Fahrrad steht. Natürlich kannst Du Deine Anlage im Zweifel jederzeit umstellen. Aber auch der Abstand zur nächsten Steckdose sollte gecheckt werden. Wir können Dir hierzu Stromkabel mit 3, 5 und 10 Metern Länge mitschicken.

Wattmeister Balkonkraftwerke sind mit Dünnschicht-Modulen ausgestattet. Das bedeutet, dass sie auch bei schwächerem Licht, z. B. bei Wolken, Energie erzeugen können. Am besten ist aber immer, wenn die Sonne direkt auf das Panel scheint. Du solltest Dein Balkonkraftwerk entweder nach Süden, Westen oder Osten ausrichten können. Es sollten keine Schatten auf das Panel fällen.

Der ideale Winkel für ein Solar-Panel ist in der Regel zwischen 20° und 40°. Dank des Stützbügels bei unseren Balkonkraftwerken, kannst Du auf Wunsch diese Neigung bequem einstellen. Auch solltest Du beachten, ob z. B. im Sommer ein Baum mit seinen Blättern ggf. ein Schatten auf das Panel werfen könnte.

Wir haben Dir auch in diesem Artikel die wichtigsten Aspekte zusammengeschrieben, in denen Du einige nützliche Tipps findest: Wie muss ich meine Stecker-Solaranlage ausrichten?

Nein. Denn wir bei Wattmeister verbauen entspiegelte Panels, sodass keine störenden Reflexionen entstehen können. Das Problem entsteht erst gar nicht.

Förderung erhalten
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2. Steckdose & Speicher

Ein besonderes Thema bei Mini-Solaranlagen ist die Art des Stromanschlusses und die Frage nach einem externen Speicher. Wir wollen Euch eine kleine Entscheidungshilfe hier geben:

Der normale Schuko-Stecker, der an jedem haushaltsüblichen Gerät angebracht ist, ist der gängigste Stecker-Typ bei Balkonkraftwerken, um sie ans wohnungseigene Stromnetz über eine normale Steckdose anzuschließen. Stecker rein und fertig. Der Strom fließt dann eben von der Mini-Solar IN die Steckdose.

Das ist grundsätzlich ungefährlich, selbst wenn das Balkonkraftwerk in dem Augenblick durch Sonnenbestrahlung Strom produziert und Du die Kontakte berühren solltest. Denn der Wechselrichter, der den Solarstrom in „Hausstrom“ wechselt, hat einen Schutzmechanismus, der einen offenen Stromfluss im nicht-angeschlossenen Zustand verhindert.

Der spezielle Einspeisestecker hingegen hat seine Kontakte nach innen gekehrt. Somit kann man von außen keine Kontakte am Stecker berühren. Dieses besondere Maß an Schutz wird von manchen bevorzugt. Auch Fördertöpfe sehen öfters als Förderkriterium vor, dass ein sogenannter Wieland-Stecker verwendet und verbaut wird. Der Nachteil ist, dass diese Einspeisesteckdosen von einem Elektriker eingebaut werden müssen.

Derzeit wird eine Norm erarbeitet, die diese offene Frage „Schuko oder Wieland“ beantworten soll.

Der Vorteil bei Schuko-Steckern ist, dass sie wesentlich gängiger sind, keinen Nachteil bieten und sofort genutzt werden können.

Wieland-Stecker oder Einspeisestecker erfordern den Einbau einer entsprechenden Spezial-Steckdose. Das darf natürlich nur ein Elektriker anschließen. Allerdings wünschen manche Förderprogramme oder auch Netzbetreiber, dass ein Wieland-Stecker genutzt wird. Dass hier ein bestimmter Hersteller vorgeschrieben wird, ist allerdings derzeit ein Diskussionsthema.

Überlege vorher gut, ob Du z. B. eine Förderung beantragen möchtest oder Dein Vermieter oder Netzbetreiber Vorgaben macht. Sonst kannst Du ggf. auch mit einem Schuko-Anschluss gut leben.

Wenn das so ist, solltest Du vermutlich auf einen klassischen Schuko-Stecker setzen. Eine besondere Einspeise-Steckdose kann zwar auch mit einer eigenen smarten Steckdose bestückt werden, jedoch sind die deutlich teurer als die klassischen Energiemessdosen für normale Schuko-Steckdosen.

Ein externer Stromspeicher hilft Dir, den tagsüber erzeugten Solarstrom Deines Balkonkraftwerks, der nicht verbraucht wurde, zwischen zu speichern. Das ist besonders nützlich, wenn Du im Sommer besonders abends Strom verbrauchst. Zum Beispiel durch Licht, kochen, fernsehen etc.

Der Strom, der überflüssig ist, geht den Tag über nicht verloren und wird stattdessen in einen Stromspeicher geleitet. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Wir helfen Dir auch gern, einen passenden Speicher zu finden.

Bei Bedarf wird der Strom dann aus der Batterie verbraucht, bis sie wieder leer ist.

3. Vorgaben & Vermieter-OK

Auch wenn es immer öfter in Ordnung ist, ein Balkonkraftwerk an die eigene Steckdose ohne besonderes zusätzliche technische Vorrichtungen anzuschließen, kann es doch gut sein, sich folgende Fragen zu stellen:

Manche Förderprogramme setzen voraus, dass die Mini-Solaranlage von einem Elektriker mit einer Wieland-Einspeisesteckdose angeschlossen wird. Wenn das so ist, findest Du einen Hinweis in den entsprechenden Förderkriterien. Wir haben Dir auch eine Förder-Datenbank zusammengestellt, in der Du viele Förderprogramme in ganz Deutschland findest.

Solltest Du eine entsprechende Förderung beantragen wollen, dann überlege Dir, ob Du eine entsprechende Wieland-Steckdose mit bestellst. Ansonsten kann ein Schuko-Stecker völlig in Ordnung sein. In Zukunft werden aller Voraussicht nach auch Schuko-Stecker der allg. akzeptierte Stecker-Typ sein. Eine entsprechende Änderung der technischen Norm ist derzeit in Arbeit beim VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik).

Manchmal sollte es schon im Vorfeld gut überlegt sein, wo Du Deine Mini-Solarstation anschließen möchtest. Dabei spielt z. B. das Alter der Hauselektronik eine Rolle, ob besonders viele Geräte an der Stromleitung hängen, oder ob Du innerhalb der Wohnung eine Steckdose nutzt.

Frage im Zweifel einen Elektriker, ob er einen kurzen Blick auf Deine Anschlüsse werfen kann. Eine fachmännische Beurteilung kann eine Menge Klarheit bringen.

Auch solltest Du Deine/-n Vermieter/-in nach einem OK fragen. Zwar darf ein Balkonkraftwerk pauschal nicht verboten werden, außer es liegen wirklich gute Gründe vor. Aber im Zweifel kann es ein Problem sein, wenn man vorher nicht Bescheid gegeben hat.

Bei Wattmeister sind Balkonkraftwerke auch farblich erhältlich. Somit lassen sich die Anlagen auch optisch gut einfügen.

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Unsere FAQ

Du hast weitere Fragen? Dann schau gerne in unsere „Frequently Asked Questions“. Hier findest Du antworten auf die häufigsten Fragen.