Balkonkraftwerke können mit allen Stromzählern betrieben werden. Wichtig ist darauf zu achten, dass der Zähler einen Rücklaufschutz hat. Denn besonders bei älteren Zähler ohne Rücklaufschutz würde der Zähler in dem Augenblick rückwärts laufen, sobald Deine Stecker-Solaranlage mehr Strom produziert als verbraucht wird. Ab dem 01.01.2024 gilt aber eine Übergangsfrist für alte, rückwärtslaufende Stromzähler. Man darf über eine begrenzte Zeit auch ein Balkonkraftwerk dann mit einem rückwärtslaufenden Stromzähler betreiben, bis dieser durch ein modernes Gerät ausgetauscht wird.

Grundsätzlich gilt: Der bei Dir verbaute Stromzähler ist nicht Dein Eigentum, sondern Eigentum Deines Netzbetreibers. Daher ist dieser für den Stromzählertausch und die Kosten hierbei zuständig. Du zahlst Deinem Messstellenbetreiber eine jährliche Nutzungsgebühr. Daher solltest Du darauf achten, dass Dir keine Kosten für einen Zählertausch in Rechnung gestellt werden. Denn selten kommt es vor, dass Messstellenbetreiber versuchen, diese Kosten auf den Kunden abzuwälzen mit Hinweis auf das „Verursacherprinzip“. Das wurde aber durch die Entscheidung der Clearingstelle EEG abgeräumt.