Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen gewinnt immer mehr an Bedeutung, und immer mehr Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihren eigenen Strom zu erzeugen. Eine beliebte Option ist das Balkonkraftwerk, bei dem Photovoltaikmodule auf dem Balkon, auf kleinen Vordächern oder im Garten installiert werden, um Sonnenenergie in Strom umzuwandeln. Die Frage, die sich jedoch viele stellen, ist: Wann lohnt es sich, in einen Speicher für ein Balkonkraftwerk zu investieren? In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Faktoren untersuchen, die berücksichtigt werden sollten.

1. Größe des Balkonkraftwerks: Die Größe des Balkonkraftwerks hat einen direkten Einfluss auf die Energiemenge, die erzeugt wird. Je größer die installierte Kapazität, desto mehr Energie kann generiert werden. Ein größerer Speicher kann daher sinnvoller sein, um überschüssige Energie zu speichern, die während sonnenreicher Stunden erzeugt wird.

2. Sonneneinstrahlung: Die Menge an erzeugter Energie hängt stark von der Sonneneinstrahlung ab. In Regionen mit viel Sonnenschein kann ein Speicher für ein Balkonkraftwerk effektiver sein, da mehr Energie erzeugt wird und somit mehr überschüssige Energie gespeichert werden kann.

3. Stromverbrauch und -bedarf: Der eigene Stromverbrauch und -bedarf spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen Speicher. Wenn der erzeugte Strom nicht sofort verbraucht wird, kann er entweder ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder in einem Speicher gespeichert werden. Ein Speicher ist sinnvoll, wenn der Eigenverbrauch gesteigert und der Bezug von Strom aus dem Netz reduziert werden soll.

4. Einspeisevergütung: Darum muss man sich bei Balkon-Solar zumindest keine Gedanken machen. Denn im Gegensatz zu z. B. Dach-Solaranlagen sind Balkonkraftwerke von einer möglichen Einspeisevergütung ausgenommen. Der Grund ist eine damit vereinfachte Prozedur bei der Anmeldung einer Mini-Solar.

5. Theoretisch sogar Unabhängigkeit vom Stromnetz: Ein Speicher ermöglicht es zumindest in der Theorie, unabhängiger vom Stromnetz zu werden. Dies ist besonders interessant, wenn es häufig zu Stromausfällen kommt oder wenn man sich aus ökologischen Gründen von konventionellem Strom befreien möchte. Allerdings ist das nur der Fall bei bestimmten technischen Typen von Mini-Solaranlagen. Die üblichen Balkonkraftwerke, die so konstruiert sind, dass sie den Strom direkt einspeisen, sind auf ein funktionierendes Stromnetz angewiesen. Denn sonst schaltet sich ein Sicherheitsmechanismus ein, der einen unkontrollierten Stromfluss und damit Stromschlaggefahr vermeiden soll.

6. Kosten und Amortisationszeit: Die Kosten für die Anschaffung und Installation eines Speichersystems für ein Balkonkraftwerk sollten in Relation zu den erwarteten Einsparungen und Vorteilen betrachtet werden. Die Amortisationszeit – also die Zeit, die benötigt wird, um die Investitionskosten durch eingesparte Stromkosten zu decken – ist ein entscheidender Faktor. Hierbei lohnt es sich einmal auszurechnen, wie viel ein Stromspeicher in der Anschaffung kostet und wie die erwartete Ersparnis innerhalb von 5 Jahren ist.

Insgesamt kann man sagen, dass sich ein Speicher für ein Balkonkraftwerk in den meisten Fällen lohnt, wenn die oben genannten Faktoren positiv ausfallen. Wenn Du in einer sonnenreichen Region lebst oder auch einen hohen Strombedarf hast, könnte die Investition in einen Speicher eine kluge Entscheidung sein.