Wer seinen selbst erzeugten Strom nicht nur tagsüber verbrauchen möchte, sollte sich überlegen, ob ein Stromspeicher sinnvoll ist. Stromspeicher gibt es inzwischen in vielen verschiedenen Variationen. Von edlen Solargeneratoren, speziell für den Camper- und Outdoor-Einsatz designed, bis hin zu effektiven und günstigeren Solar-Batterien. In der Regel entscheided sich anhand einiger weniger Kriterien, welche Art von Speicher am meisten Sinn macht.

Wenn Du Dein Balkonkraftwerk oder Deine Mini-Solar um einen Solar-Stromspeicher erweitern möchtest, werden zwei Komoponenten berücksichtigt. Einerseits braucht es einen Lade-Controller, also eine elektronische Steuerereinheit, die erkennt, dass eine Batterie angeschlossen ist und der Strom zuerst dort „zwischengespeichert“ werden soll. Egal ob er direkt wieder nur durch die Batterie durchfließt und verbraucht wird, oder ob er gerader nicht verbraucht wird und in der Batterie gespeichert werden soll.

Mini-Solaranlagen von Wattmeister beiepielsweise, können mit einem smarten Lade-Controller erweitert werden, der erkennt ob aktuell ein 12-Volt- oder ein 25-Volt-Speicher angeschlossen ist. Es können also beide gängigen Batterie-Größen verwendet werden und man muss sich nicht festlegen.

Die Batterie-Art

Die zweite Komponente ist nach dem Lade-Controller, der eigentliche Speicher. Auch Akku, Batterie oder Solargenerator gennant. Hier gibt es zwei unterschiedliche Typen. Einmal Blei-Batterien und einmal Lithium-Batterien.

Bei Blei-Batterien wird nochmals in unterschiedliche Bauweise unterschieden, was aber erstmal nicht so wichtig ist. Grundsätzlich findet man die drei Bauweisen Blei-Vlies-Akku (AGM-Akku), Blei-Gel-Akku (Gel-Akku) oder Rein-Blei-Akku. Bei Lithium-Batterien gibt es ebenfalls noch ein paar Untertypen, allerdings kommen im Solar-Bereich nur die Lithium-Eisenphosphat-Akksu (LiFePO4) zum Einsatz.

Was sind die Vor- und Nachteile?

Wir haben für Euch einmal die wesentlichen Aspekte für beide Batterie-Typen gegenüber gestellt. Hier sind die Vor- und Nachteile von Lithium-Akkus:

Vorteile:

  1. Hohe Energiedichte: Lithium-Ionen-Akkus haben eine hohe Energiedichte, was bedeutet, dass sie viel Energie in einem relativ kleinen und leichten Paket speichern können. Das macht sie ideal für Anwendungen, bei denen Gewicht und Größe eine Rolle spielen, wie z.B. in Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeugen.
  2. Geringe Selbstentladung: Lithium-Ionen-Akkus haben eine geringe Selbstentladungsrate im Vergleich zu anderen Akkutypen. Das bedeutet, dass sie ihre Ladung länger halten, wenn sie nicht verwendet werden. Du kannst also einen Lithium-Ionen-Akku für längere Zeit lagern, ohne dass er viel von seiner Ladung verliert.
  3. Kein Memory-Effekt: Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt, was bedeutet, dass sie nicht „trainiert“ werden müssen, um ihre maximale Kapazität zu erreichen. Du kannst sie also jederzeit aufladen, unabhängig davon, wie viel Ladung noch vorhanden ist.

Nachteile:

  1. Höhere Kosten: Lithium-Ionen-Akkus sind in der Regel teurer als Bleiakkus. Dies liegt zum Teil an den Kosten für die Herstellung der Lithium-Ionen-Zellen und der komplexen Technologie, die in ihnen steckt.
  2. Potenzielle Sicherheitsrisiken: Obwohl Lithium-Ionen-Akkus sicher sind, können sie unter bestimmten Umständen wie Überladung, Überhitzung oder physischer Beschädigung in Brand geraten. Daher erfordern sie spezielle Schutzschaltungen, um ein sicheres Aufladen und Entladen zu gewährleisten.
  3. Begrenzte Lebensdauer: Lithium-Ionen-Akkus haben eine begrenzte Anzahl von Lade- und Entladezyklen, nach denen sich ihre Kapazität im Laufe der Zeit verringert. Das bedeutet, dass sie nach einigen Jahren der Nutzung möglicherweise nicht mehr so viel Energie speichern können wie zu Beginn.

Bleiakkus hingegen kommen mit den folgenden Vor- und Nachteilen:

Vorteile:

  1. Niedrige Kosten: Bleiakkus sind im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus kostengünstiger in der Anschaffung. Sie sind weit verbreitet und ihre Herstellungstechnologie ist etabliert, was zu niedrigeren Kosten führt.
  2. Robustheit: Bleiakkus sind relativ robust und können hohe Ströme liefern, was sie für Anwendungen wie Startbatterien in Fahrzeugen und Notstromversorgungen geeignet macht.
  3. Einfache Entsorgung: Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus sind Bleiakkus einfacher und sicherer zu entsorgen, da Blei ein recycelbares Material ist.

Nachteile:

  1. Hohe Selbstentladung: Bleiakkus haben eine höhere Selbstentladungsrate im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Das bedeutet, dass sie schneller ihre Ladung verlieren, wenn sie nicht verwendet werden, und häufiger aufgeladen werden müssen.
  2. Schweres Gewicht und große Größe: Bleiakkus haben eine geringere Energiedichte. Somit haben Sie eine größeren Umfang und ein höheres Gewicht als Lithium-Ionen-Akkus.
  3. Lebensdauer: Bleiakkus haben eine geringe Lebensdauer. Lithium-Akkus können bis zu 20 Jahre und länger Solarstrom speichern. Bei Bleiakkus ist die Zyklenzahl und Entladetiefe deutlich niedriger.

Euer Team von Wattmeister