Ein besonderes Thema bei Mini-Solaranlagen ist die Art des Stromanschlusses und die Frage nach einem externen Speicher. Wir wollen Euch eine kleine Entscheidungshilfe hier geben:

1. Wieland oder Schuko? Was ist der Unterschied?

Der normale Schuko-Stecker, der an jedem haushaltsüblichen Gerät angebracht ist, ist der gängigste Stecker-Typ bei Balkonkraftwerken, um sie ans wohnungseigene Stromnetz über eine normale Steckdose anzuschließen. Stecker rein und fertig. Der Strom fließt dann eben von der Mini-Solar IN die Steckdose.

Das ist grundsätzlich ungefährlich, selbst wenn das Balkonkraftwerk in dem Augenblick durch Sonnenbestrahlung Strom produziert und Du die Kontakte berühren solltest. Denn der Wechselrichter, der den Solarstrom in „Hausstrom“ wechselt, hat einen Schutzmechanismus, der einen offenen Stromfluss im nicht-angeschlossenen Zustand verhindert.

Der spezielle Einspeisestecker hingegen hat seine Kontakte nach innen gekehrt. Somit kann man von außen keine Kontakte am Stecker berühren. Dieses besondere Maß an Schutz wird von manchen bevorzugt. Auch Fördertöpfe sehen öfters als Förderkriterium vor, dass ein sogenannter Wieland-Stecker verwendet und verbaut wird. Der Nachteil ist, dass diese Einspeisesteckdosen von einem Elektriker eingebaut werden müssen.

Derzeit wird eine Norm erarbeitet, die diese offene Frage „Schuko oder Wieland“ beantworten soll.

2. Welchen Steckertypen sollte ich wählen? Wieland oder Schuko?

Der Vorteil bei Schuko-Steckern ist, dass sie wesentlich gängiger sind, keinen Nachteil bieten und sofort genutzt werden können.

Wieland-Stecker oder Einspeisestecker erfordern den Einbau einer entsprechenden Spezial-Steckdose. Das darf natürlich nur ein Elektriker anschließen. Allerdings wünschen manche Förderprogramme oder auch Netzbetreiber, dass ein Wieland-Stecker genutzt wird. Dass hier ein bestimmter Hersteller vorgeschrieben wird, ist allerdings derzeit ein Diskussionsthema.

Überlege vorher gut, ob Du z. B. eine Förderung beantragen möchtest oder Dein Vermieter oder Netzbetreiber Vorgaben macht. Sonst kannst Du ggf. auch mit einem Schuko-Anschluss gut leben.

3. Will ich eine smarte Steckdose nutzen?

Wenn das so ist, solltest Du vermutlich auf einen klassischen Schuko-Stecker setzen. Eine besondere Einspeise-Steckdose kann zwar auch mit einer eigenen smarten Steckdose bestückt werden, jedoch sind die deutlich teurer als die klassischen Energiemessdosen für normale Schuko-Steckdosen.

4. Wozu dient ein externer Stromspeicher?

Ein externer Stromspeicher hilft Dir, den tagsüber erzeugten Solarstrom Deines Balkonkraftwerks, der nicht verbraucht wurde, zwischen zu speichern. Das ist besonders nützlich, wenn Du im Sommer besonders abends Strom verbrauchst. Zum Beispiel durch Licht, kochen, fernsehen etc.

Der Strom, der überflüssig ist, geht den Tag über nicht verloren und wird stattdessen in einen Stromspeicher geleitet. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Wir helfen Dir auch gern, einen passenden Speicher zu finden.

Bei Bedarf wird der Strom dann aus der Batterie verbraucht, bis sie wieder leer ist.