Was moderne Balkonkraftwerke (oder auch Stecker-Solar) in der Lage sind zu leisten, hängt nicht allein vom verwendeten Modul und der Technik ab.

Die Hauptfaktoren für die Leistung eines Solar-Panels lassen sich mit dem Akronym WOST fassen: Wetter, Ort, Saison, Tageszeit. Diese Faktoren nehmen alle Einfluss auf die mögliche Menge an erzeugtem Strom.

1) Das Wetter

Das Wetter spielt besonders hierzulande eine wesentliche Rolle. Deutschland ist nicht das sonnigstes Land der Welt. Im Jahresschnitt liegen wir deutschlandweit betrachtet bei 1.650 Sonnenstunden. Wie ein Solar-Modul mit weniger starkem Licht umgehen kann, hat also einen wesentlichen Effekt auf die erzeugte Gesamtleistung.

Ein paar Tipps, um das Balkonkraftwerk gut auszurichten

  • Ist das Modul in südliche Richtung ausgerichtet?

  • Sind nach Möglichkeit keine Objekte im Weg, die einen Schatten auf das Modul werfen können? (wie z. B. Bäume, Balkone, Gebäude etc.)

  • Ist das Modul im besten Falle in einem schrägen Winkel nach oben ausgerichtet?

  • Beträgt die Stellung idealerweise zwischen 20° und 40°?

2) Der Ort

In Deutschland haben wir auf Grund der nördlicheren Lage auf der Erdkugel einen etwas flacheren Einstrahlwinkel der Sonne als in anderen Ländern. Außerdem gibt es weniger Sonnenstunden im Jahresschnitt als in südlicheren Regionen. Darüber hinaus spielt aber natürlich auch der genaue Ort des Moduls eine Rolle, wie etwa die Nachbarschaft zu Gebäuden oder Bäumen.

3) Saison

Natürlich beeinflusst auch die Jahreszeit entscheidend mit, wie viel Strom eine Plugin-PV produzieren kann. Dazu fallen nicht nur schlechteres Wetter, Nebel ins Gewicht, sondern auch der Einfallwinkel des Sonnenlichts. Im Frühjahr und Herbst bspw. fällt Licht in einem tieferen Winkel ein. Ggf. lassen sich Module dann besser einsetzen, wenn sie neu ausgerichtet werden. Auch Bäume, die im Frühjahr erst wieder Blätter kriegen, können im Sommer einen Schatten verursachen.

4) Tageszeit

Die Wattmeister Solar-Module sind so konstruiert, dass sie selbst bei Schwachlicht oder diffusem Licht, also bei nicht-direkter Einstrahlung gute Leistung erbringen können. Dennoch kann sich die Leistung eines Moduls über den Tag verändern. Grund dafür können Bäume oder Gebäude sein. Man sollte also schauen, ob irgendwo ein Schatten auf das Modul im Tagesverlauf je nach Sonnenstand fallen kann.

Flexible Möglichkeiten sind ein Vorteil

Da sich Balkonkraftwerke flexibel anbringen lassen und damit auch im Zweifel die Position und Ausrichtung nochmal geändert werden kann, sollte man ca. einmal im Jahr prüfen, wie die Leistung sich über die letzten 12 Monate entwickelt hat. Bspw. können durch blühende Bäume Schattenfelder entstehen, die es im Herbst / Winter nicht gibt. Damit verändert sich natürlich auch eventuell die direkte Sonneneinstrahlung auf das Solar-Modul.

Was ist mit Instandhaltung?

Gute Balkonkraftwerke sind extrem wartungsfreundlich. Wattmeister bietet z. B. ein Leasing von Balkonkraftwerken an, so dass nach 5 Jahren die eigene Ökostrom-Anlage gegen eine modernere (oft leistungsfähigere) Anlage ausgetauscht wird. Somit braucht man als Besitzer nur hin und wieder zu prüfen, dass die Befestigung nach wie vor sicher sitzt und das Modul nicht verschmutzt ist.

Hat mal ein Vogel undankbarer Weise mit einem Schiss aufs Modul einen Gruß hinterlassen oder ist das Modul durch Abgase, Staub, Laub und Pollen verschmutzt, reicht ein bisschen Wasser, ein Lappen und Spüli. Mehr ist in der Regel an „Instandhaltungsaufwand“ nicht erforderlich.